Artenschutz

Pflanze in einer Tasche inmitten einer Wiener Straße.

Artenschutz umfasst die Gesamtheit der Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Förderung der wildlebenden Tier- und Pflanzenwelt in ihrer natürlichen Vielfalt.

Zentrale Aufgabe des Artenschutzes ist es, für alle Arten, besonders für die gefährdeten, Erhaltungs-, Rückzugs- und Ausbreitungsgebiete zu schaffen. Grundsatz ist, dass der Schutz der Lebensräume der Schlüssel zum erfolgreichen Artenschutz ist!

Der Schutz von Tier- und Pflanzenarten zählt zu den traditionellen Aufgaben des Naturschutzes. Früher beschränkte man sich lediglich auf den gesetzlichen Schutz vor unmittelbaren Zugriffen durch den Menschen (Pflücken von bestimmten Pflanzenarten etc.). Heute bilden nicht mehr einzelne Individuen den Schwerpunkt im Artenschutz, sondern der Schutz von Populationen bis hin zur Gesamtheit aller Populationen einer Art. Hinweis:Tierquälerei fällt in den Zuständigkeitsbereich des Tierschutzes.

Aufgrund der spezifischen Bindung von Arten an ihren Lebensraum oder an eine Vielfalt von spezifischen Teillebensräumen sollte Artenschutz sinnvoller Weise durch verstärkte Bestimmungen zum Lebensraumschutz ergänzt werden.

Durch die topographische Vielfalt und dem Zusammentreffen verschiedener biogeographischer Regionen verfügt Österreich über eine artenreiche Fauna und Flora. In Bezug auf die autochthonen Tier- und Pflanzenarten ist Österreich im mitteleuropäischen Vergleich eines der artenreichsten Länder, bei den Blütenpflanzen und Farnen überhaupt das artenreichste.

Die Anzahl der Farn- und Blütenpflanzen umfasst in Österreich ca. 2.950 Arten (inklusive der ausgestorbenen und verschollenen Arten). 1.187 Pflanzenarten (40,2%) stehen auf der Roten Liste (Niklfeld 1999). Die Tierwelt Österreichs umfasst 45.870 Tierarten, der Anteil der wirbellosen Tiere beträgt 98,6% (Geiser 1998). Die Bestandsgefährdung wurde bisher von 10.882 Arten beurteilt. 2.804 Tierarten stehen auf der Roten Liste.

  

Kampagne "vielfaltleben": Gemeinsam für den Erhalt der Biologischen Vielfalt

Logo der Kampagne "vielfaltLeben".

Umweltminister Berlakovich: "Wir sind es unseren Kindern schuldig, alles für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu tun, denn sie sichert Lebensqualität. Im Rahmen unserer erfolgreichen Artenschutzkampagne vielfaltleben setze ich daher eine Reihe neuer Schwerpunkte für das Jahr 2012: Mit der Initiative „366 Gute Taten“, der Woche der Artenvielfalt, Schutzprogrammen und einem neuen Gemeindewettbewerb will ich den Einsatz und das Engagement für den Artenschutz weiter ausbauen und noch mehr Menschen für die Bedeutung der Artenvielfalt sensibilisieren“.

Für 2012 sind unter anderem folgende Schwerpunkte geplant:

VielfaltMACHEN – „366 Gute Taten“ für die Artenvielfalt
Ab sofort gibt es das ganze Jahr 2012 auf  www.vielfaltleben.at täglich einen Tipp, was jede/r Einzelne für mehr Artenvielfalt tun kann.

VielfaltLERNEN - Woche der Artenvielfalt
Die Woche der Artenvielfalt ist einer der Veranstaltungshöhepunkte im vielfaltleben-Jahr. Unter dem Motto „vielfaltLERNEN“ sind von 19.-29. Mai 2012 vor allem Schüler/innen eingeladen, in ganz Österreich die Naturvielfalt zu erleben und von bzw. mit ihr zu lernen.

vielfaltSCHÜTZEN - aktiv für die Artenvielfalt
Die Schutzbemühungen für besonders gefährdete Arten, vom Alpenbock über den Sonnentau bis zur Wildkatze, werden fortgeführt. Neben Biotoppflege und -verbesserung geht es auch darum, Partner für die Umsetzung der Maßnahmen vor Ort zu gewinnen.

VielfaltlebenLOKAL - Gemeinden als Partner
Gemeinden sind wichtige Akteure im vielfaltleben-Netz. Daher will vielfaltleben dieses Netz noch dichter und fester knüpfen, die Gemeinden bekommen bei ihren Bemühungen um die Artenvielfalt bestmögliche Unterstützung. Expertenwissen, ein spezieller Gemeinde-Newsletter, Veranstaltungen auf regionaler Ebene und ein Wettbewerb sind nur einige der geplanten Aktivitäten.

 vielfaltleben.at

Quelle: Pressemeldung Lebensministerium (Auszug), 04. Jänner 2012

Letzte Änderung: 04.01.2012