Künstliche Beleuchtung - eine Gefahr für Zugvögel und nachtaktive Insekten

Blick auf die hell erleuchtete Michaeler Kirche (Kohlmarkt, Wiener Innenstadt).
Blick auf die hell erleuchtete Michaeler Kirche (Kohlmarkt, Wiener Innenstadt).

Zugvögel und nachtaktive Insekten sind besonders durch die Lichterflut der Großstädte gefährdet. So werden Zugvögel von der Beleuchtung der Wolkenkratzer angezogen und finden durch die darauf folgende Kollision ihren Tod.

Ein ähnliches Schicksal betrifft nachtaktive Insekten. Diese werden durch Lampen - besonders durch solche mit hohem UV-Anteil – angezogen und verbrennen oder sterben an Erschöpfung. In Randbereichen von Schutzgebieten kann dies zu Problemen mit geschützten Arten führen.

Der überwiegende Teil der heimischen Schmetterlinge ist nachtaktiv, viele Nachtfalter stehen bereits auf der Roten Liste gefährdeter Tiere. Ein prominenter Vertreter ist das Wiener Nachtpfauenauge, mit 15 cm Flügelspannweite der größte heimische Schmetterling. Darüber hinaus wird die Erlebbarkeit des nächtlichen Sternenhimmels durch unnötige Beleuchtung erheblich eingeschränkt.

 

Quelle (Zugriff am 23.09.2008), positive Beispiele & Tipps: siehe  Wiener Umweltanwaltschaft

Letzte Änderung: 01.09.2011