Alpines Bartgeier Monitoring

Einst ausgestorben wurden Bartgeier im Rahmen eines internationalen Projekts seit 1986 in den Alpen wiederangesiedelt. Heute wird das Projekt als eines der erfolgreichsten seiner Art bezeichnet, denn Bartgeier sind heute wieder überall in den Alpen heimisch geworden. Allerdings ist ihre Zahl nach wie vor sehr gering: Man schätzt ihren Bestand derzeit auf etwa 120-130 Individuen.

Leider gibt es auch heute noch zahlreiche Gefahren denen die Flugkünstler ausgesetzt sind. So stellen beispielsweise nicht gekennzeichnete Leitungen bei Nebel ein Kollisionsrisiko dar und illegal ausgebrachtes Gift (z.B. gegen streunende Hunde) könnte rasch zu einem abermaligen Bestandeseinbruch führen. Informationen über die Lebensweise der Bartgeier, ihr Verhalten und ihre Aufenthaltsorte sind deshalb essentiell, um das Überleben der nach wie vor bedrohten Greifvogelart zukünftig zu sichern.

Weil sowohl das alpine, unzugängliche Gelände als auch die geringe Stückzahl der Vögel die Beobachtung durch einzelne Experten unmöglich macht, hat man auf die Mithilfe der Bevölkerung gesetzt. Im Laufe der Jahre konnte ein umfangreiches Netzwerk freiwilliger Beobachter aufgebaut werden. Alle Zufallsbeobachtungen können in einem vereinheitlichten Formular vermerkt werden und fließen dann in der internationalen Bartgeier-Datenbank zusammen. Das Formular wurde durch das Netzwerk Alpiner Schutzgebiete in deutsche, französische und italienische Sprache übersetzt. Abrufbar ist es z.B. unter  http://www.gyp-monitoring.com

Informationen außerdem durch die internationale Bartgeier Koordination: Nationalpark Hohe Tauern/EGS/FCBV
Dr. Richard Zink
Telefon: ++43 (0)664 1307117

Letzte Änderung: 10.08.2007