
Die Großtrappe (Otis tarda), eine weltweit gefährdete Vogelart, ist in Österreich vom Aussterben bedroht. Die Brutgebiete der störungsempfindlichen Großtrappe beschränken sich auf die Tief- und Hügellandschaften Ostösterreichs (Niederösterreich & nördliches Burgenland).
BirdLife Österreich hat alle Brutgebiete der Großtrappe in Österreich zu "Important Bird Areas" erklärt und setzt sich intensiv für einen geeigneten Schutz dieser Gebiete ein.
Die Fortführung und Intensivierung der laufenden Artenschutzprogramme ist zur Erhaltung der österreichischen Großtrappenbestände dringend erforderlich. Erfolge bei der Durchführung von Maßnahmen sind jedoch nur bei großräumigen Schutzkonzepten zu erwarten. Diese müssen die Extensivierung und Flächenstilllegung landwirtschaftlicher Kulturen, die Hintanhaltung von Aufforstungen (Windschutzstreifen etc.) sowie die Ruhigstellung der Brutgebiete einschließen.
Das Umweltministerium startete 1999 gemeinsam mit den Ländern Niederösterreich und Burgenland eine Initiative zur Erhaltung der Großtrappe in Österreich. Auf Basis des vorhandenen Wissens und auf der Grundlage der vorhandenen Gebietsbetreuung werden die flächenbezogenen Schutzmaßnahmen ausgeweitet und die Betreuung intensiviert. Eine Länder-übergreifende Koordination und Projektabwicklung erhöht die Wirksamkeit dieser Maßnahmen. Informationen zwischen den Bundesländern Burgenland und Niederösterreich und den Nachbarstaaten Deutschland, Ungarn und Slowakei werden ausgetauscht.
Der Schutz der Großtrappe erfordert, wie bereits oben erwähnt, großräumige Schutzkonzepte. Dazu sind viele Partner erforderlich. Beispielhaft seien nachfolgend einige genannt, die wesentlich zum Schutz der Großtrappe in Österreich beitragen:
Das Land Burgenland hat ein eigenes Trappenschutzgebiet im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel eingerichtet. Das Land Niederösterreich unterstützt seit vielen Jahren die Gebietsbetreuung und fördert die Anlage von Trappenschutzflächen. Das Umweltministerium fördert bereits seit einigen Jahren Schutzmaßnahmen für die Großtrappe. In Zusammenarbeit mit den Bezirksbauernkammern und im Auftrag des WWF hat der Distelverein Informationsveranstaltungen für die Bauern und Grundeigentümer in den Trappengebieten des Burgenlandes sowie im Marchfeld durchgeführt. Die Großtrappen-Projekte in Niederösterreich werden im Rahmen des Projektes "Ländliche Entwicklung" von der EU kofinanziert.
Technisches Büro für Biologie bzw.
Pannonische Gesellschaft Großtrappenschutz (PGG)
Mag. Rainer Raab
Anton Brucknergasse 2
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