
Leben braucht Raum und Vernetzung! Der Schutz der Lebensräume ist die wichtigste Voraussetzung für die Erhaltung der Pflanzengesellschaften und Lebensgemeinschaften von Tieren.
Der Schutz von Lebensräumen bzw. Biotopen ist zur Erhaltung der Artenvielfalt unerlässlich. Alle Lebensräume der heimischen Tier- und Pflanzenarten sollten erfasst und gesichert werden. Zu unterscheiden ist zwischen natürlichen und vom Menschen geprägten Lebensräumen.
Viele Lebensräume entstanden durch die extensive, landwirtschaftliche Nutzung, wie z.B. Wiesen oder Trockenrasen, die als Hutweiden genutzt wurden. Sie müssen auch in Zukunft (wieder) bewirtschaftet werden.
Das Management von Gebieten, das die Verbesserung der Lebensbedingungen der Arten zum Ziel hat, ist auch ein Konzept zum Landschaftsschutz und die traditionelle landwirtschaftliche Nutzung. Viele typische Elemente der Kulturlandschaft werden dabei erhalten, wie beispielsweise Hecken, Raine, Wäldchen, Teiche und Streuwiesen.
Die funktionalen Beziehungen in Natur und Landschaft mit dem Ziel, Tiere, Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume langfristig zu sichern, können nur dann aufrecht erhalten werden, wenn Lebensräume miteinander vernetzt sind. Die Erhaltung oder Schaffung eines Biotopverbundes gewinnt in Abetracht des Klimawandels zunehmend an Bedeutung. Viele Pflanzen- und Tierarten werden nur dann überleben können, wenn sie ihre Verbeitungsgebiete in klimatisch günstigere Gebiete verlagern können. Dazu sind großräumige Wanderungs- und Ausbreitungskorrididore über Staatsgrenzen hinweg erforderlich.
Links
Informationsplattform zur biologischen Vielfalt (B-CHM)