Der Schutz und die Nutzung bilden keinen Gegensatz, sondern bedingen einander. Für den Erhalt der Arten müssen diese beiden Aufgaben in Einklang gebracht werden“, so Landwirtschaftsminister Berlakovich anlässlich des Abschlusses der Woche der Landwirtschaft, die von 25. April bis 2. Mai in Österreich stattgefunden hat und heuer ganz im Zeichen der Artenvielfalt steht. Nach Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO sind seit Anfang des 20. Jahrhunderts weltweit bereits 75 Prozent der landwirtschaftlichen Vielfalt verloren gegangen. Diese Vielfalt sichert jedoch den überlebensnotwendigen Genpool, der für die Weiterzüchtung und Anpassung der genutzten Arten an geänderte Umwelt- und Lebensbedingungen, wie an den Klimawandel, unerlässlich ist. Österreich stellt beim Artenverlust keine Ausnahme dar. „Mit jeder alten Sorte, die verloren geht, geht auch ein Stück Kulturgut und traditionelles Wissen unwiederbringlich verloren. Erhalt der landwirtschaftlichen Vielfalt heißt somit auch Erhalt unserer kulturellen Identität, “ so Berlakovich weiter. Mit der Kampagne „vielfaltleben“ will das Lebensministerium den Artenreichtum erhalten und auf die Wichtigkeit der Vielfalt für unser Wohlergehen aufmerksam machen. „In allen vier Schwerpunktregionen von „vielfaltleben“ werden auch Schutzprogramme zum Erhalt von Arten durchgeführt, die mit einer landwirtschaftlichen Nutzung untrennbar verbunden sind. Diese Projekte werden gemeinsam mit den Grundbesitzern, den Landwirten, und der lokalen Bevölkerung durchgeführt. Beispiele für derartige Projekte sind etwa das Wiesenbrüterprogramm, Maßnahmen zum Schutz der Feldhamster oder der Erhalt von Obstbäumen als Lebensraum für Wendehals und Wiedehopf.
Quelle:
Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit (Zufriff am 4. Mai 2010)
