DANUBEPARKS STEP 2.0 kann starten!

Seit 2009 arbeiten die Schutzgebiete entlang der Donau im Netzwerk DANUBEPARKS zusammen, um das gemeinsame Naturerbe am großen europäischen Fluss bestmöglich zu bewahren. Eine erfreuliche Nachricht erreichte die Projektleitung Mitte Juli: Die erfolgreiche Zusammenarbeit wird ihre Fortführung im Projekt DANUBEPARKS STEP 2.0 finden, erneut gefördert durch das Programm ETC-SEE.

In allen Donau-Ländern gibt es Institutionen, die sich bemühen das Naturerbe der Donau zu bewahren. Unter dem Dach DANUBEPARKS - Netzwerk der Donauschutzgebiete ziehen sie seit einigen Jahren an einem Strang. Der Aufbau des Netzwerks erfolgte im Rahmen des EU-Förderprogrammes für die Europäische Territoriale Zusammenarbeit in Südosteuropa (ETC-SEE). Der Nationalpark Donau-Auen koordinierte von Beginn an die gemeinsamen Aktivitäten des Schutzgebietsnetzwerks.
Ziele der Zusammenarbeit sind die Optimierung des Naturraummanagements durch Wissenstransfer, die Entwicklung gemeinsamer Schutzkonzepte, die Stärkung der internationalen politischen Bedeutung der Schutzgebiete durch donauweite Strategien sowie die Umsetzung beispielhafter Pilotprojekte.

Mit Ende des ersten erfolgreichen Projektes wurde DANUBEPARKS STEP 2.0 im vergangenen November als Nachfolgeprojekt im EU-Förderprogramm eingereicht. Diese Woche kam die Bestätigung, dass das Projekt bewilligt wurde. Der Start wird im Herbst mit einer Kick-Off Konferenz in Bayern, organisiert durch die ARGE Donauauwald Neuburg-Ingolstadt erfolgen. Darauf folgen zwei Jahre weiterer intensiver Zusammenarbeit für Schutz und Revitalisierung der Donau und ihrer zahlreichen Naturschätze!

Carl Manzano, Direktor des Nationalpark Donau-Auen freut sich über diese Nachricht:
„In den ersten Jahren wurde gute Aufbauarbeit geleistet, es gibt nun entlang der gesamten Donau koordinierte Strategien für den Schutz von gefährdeten Arten wie z.B. den Seeadler, aber auch für gemeinsame Aktivitäten im Naturtourismus. Dass diese erfolgreiche Zusammenarbeit nun weitergeht, ist ein wichtiges Signal und ermöglicht uns, die erzielten Ergebnisse mit Umsetzungen vor Ort genauso wie auf politischer Ebene zu verankern.“

Die gemeinschaftlichen Strategien finden im Rahmen konkreter transnationaler Maßnahmen nun praktische Anwendung: Eine Life+ - Projekteinreichung zum Seeadlerschutz, die Planung eines DANUBEPARKS-Besucherzentrums sowie zwei große sektorenübergreifende Konferenzen sind vorgesehen.
Andere erfolgreiche Aktivitäten, wie das donauweite Monitoring von Indikatorarten für Flussdynamik (Flussregenpfeifer und Uferschwalbe), werden weiter geführt und unterstreichen die Bedeutung von DANUBEPARKS als ExpertInnen-Netzwerk. Denn die Ergebnisse des Monitorings fließen 2013 in die „Joint Danube Survey“ der ICPDR ein. Auch die bereits bestehende enge Kooperation mit der EU-Donauraumstrategie soll weiter verstärkt werden.

Die Netzwerk-Erweiterung ist ebenfalls ein großes Thema: STEP 2.0 steht nicht nur für den zweiten Schritt, sondern auch für die Ausweitung auf zwanzig Partner-Institutionen.
Der Start erfolgte 2009 mit 12 Schutzgebieten, im neuen Projekt sind bereits 18 vertreten! Die neuen PartnerInnen kommen aus Ungarn, Serbien, Kroatien, Bulgarien, Rumänien und Moldawien.

Marta Takac, Direktorin der neuen Partner-Organisation Vojvodinasume, welche die Donau-Schutzgebiete in der serbischen Vojvodina verwaltet, hält fest: „Wir haben schon während des ersten DANUBEPARKS-Projektes die verstärkte Zusammenarbeit mit dem Netzwerk gesucht und bei diversen Aktivitäten mitgewirkt. Umso mehr freuen wir uns, ab jetzt als vollwertige Partner dabei zu sein und sogar die Koordinationsrolle für den Bereich des Schwarzpappel-Schutzes – als Leitart für natürliche Auwälder – zu übernehmen!“

Mit einigen weiteren relevanten Organisationen laufen derzeit Gespräche über eine enge Kooperation – denn die Vernetzung ist der bewährte Schlüssel zum Erfolg von DANUBEPARKS, als starke Stimme für das Naturerbe der Donau.

Informationen zu DANUBEPARKS und allen Partner-Schutzgebieten:  www.danubeparks.org

Kontakt

Nationalpark Donau-Auen GmbH
Mag. Erika Dorn
Tel.: 02212/ 3450-16,
 www.donauauen.at ,  www.facebook.com/donauauen

 

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Letzte Änderung: 09.08.2012