Vorhang auf für den Himmel: Das Band der Milchstraße und die vielen schwachen Sterne, die in ihrer Gesamtheit die Bilder erzeugen, die der Mythologie entstammen.
Im Nationalpark Gesäuse entsprechen die Lichtverhältnisse fast den Kriterien, die für die astronomische Forschung gelten und das Auge kann sich durch das Fehlen von Kunstlicht optimal auf den Nachthimmel einstellen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Nationalpark-Sternabends können entdecken, welche Fähigkeiten in ihren Augen stecken, doch es dauert etwa 30 Minuten, bis das geblendete Auge vollständig dunkel adaptiert ist. Mit den kleinen Teleskopen und Feldstechern, wie sie zur Naturbeobachtung verwendet werden, ist am Himmel ein großer Sprung verbunden. Der Himmel wird mehr. Genauer gesagt: er wird dramatisch reicher an Sternen. Die gegenüber dem Auge wesentlich größere Fläche, die zu einer optischen Abbildung führt, macht es möglich: Schon beim Blick durch einen Feldstecher explodiert die Zahl der wahrnehmbaren Sterne. Es ist die Lichtsammelkraft und - anders als beim Mikroskop - nicht die Vergrößerung, die den Himmel zum Erlebnis macht. Für die Gäste des Sternenabends ein verblüffender Effekt.
Die Neugier ist geweckt und Fragen tauchen auf. Wo stehen die Planeten? Welche Sterne machen die Orientierung leicht? Wie bewegt sich der Mond? Das alles und noch vieles mehr wird bei der Sternbeobachtung im Nationalpark Gesäuse besprochen. Schauen statt Sehen, Zusammenhänge erkennen, am Himmel orientieren – das alles macht den Sternabend zum Erlebnis. Hier umgibt uns die Natur mit ursprünglichen Lichtverhältnissen. Wir sind im Nationalpark Gesäuse auf einer Naturlichtinsel. Eine Augenweide nicht nur für Astronomen.
Ruhe finden und den Himmel der Kindheit entdecken - beim Sternenabend am Samstag, dem 11. August im
Nationalpark Gesäuse
wird vieles möglich!