2. Preis beim T-Mobile TUN-Fonds ermöglicht die Programmierung
Tiere und Pflanzen bestimmen, melden und zu deren Erforschung beitragen – das soll die „Smartphone-Applikation für
www.naturbeobachtung.at“ direkt in der Natur ermöglichen. Dicke Bestimmungsbücher und umständliche Meldeprozeduren gehören damit der Vergangenheit an. Ab Sommer 2012 will der Naturschutzbund Österreich die Applikation zum Download bereitstellen. Die Entwicklung wird durch den mit € 15.000,- dotierten zweiten Preis beim T-Mobile TUN-Fonds ermöglicht.
Aus 50 Einreichungen beim TUN-Fonds von T-Mobile, einem Nachhaltigkeitsfonds, der Umwelt-, Klima-, und Naturschutzprojekte fördert, wurde das Konzept für die „Smartphone-Applikation für
www.naturbeobachtung.at“ auf den zweiten Platz gewählt. Die damit verbundene finanzielle Förderung ermöglicht nun die Programmierung dieses Apps. Künftig wird man auch "live" bei einer Wanderung oder am Weg zur Arbeit Naturbeobachtungen melden, Bilder hochladen und Fundortbestimmungen per GPS durchführen können. Mit dem Absenden der Fundmeldungen werden die Daten in die Datenbank von
www.naturbeobachtung.at eingespielt, womit diese Informationen sofort als Fundpunkte auf den jeweiligen Verbreitungskarten erscheinen. Über das Smartphone werden zudem auch Bestimmungsanfragen an das Forum der Plattform mit seinen Experten möglich sein.
Ein besonders innovativer Aspekt der Applikation ist sein konkreter Raumbezug („location based service“). Die für das Smartphone zur Verfügung gestellten Artenlisten (in einem ersten Schritt sämtliche Tagfalter Österreichs) können ortspezifisch angepasst werden. Dies ist insofern bedeutend, da nicht alle Tier- und Pflanzenarten an allen Plätzen Österreichs vorkommen. Mit der Ortsbestimmung des Smartphones (GPS- bzw. Funkzellenverortung) einerseits und einem von Experten entwickelten Filter, wo in Österreich welche Arten vorkommen andererseits, werden den Meldern je nach Aufenthaltsort automatisch adaptierte Artenlisten zur Verfügung gestellt – mit nur jenen Arten, die in diesem Gebiet auch wirklich vorkommen.
Der Naturschutzbund will mit der Entwicklung dieses Apps auch neue User-Gruppen zur Naturbeobachtung hinführen. Zudem sollen damit noch mehr Daten über die Verbreitung der Arten in Österreich als Basis der Naturschutz-Arbeit zur Verfügung stehen.
Kontakt
Mag. Gernot Neuwirth, Naturschutzbund Österreich