NATURSCHUTZBUND präsentiert Strategien für den Artenschutz.
Bereits 2001 haben die EU-Staaten den Wert der biologischen Vielfalt erkannt und beschlossen, zu handeln: Bis 2010 soll der Verlust der Artenvielfalt gestoppt werden, so lautet auch Österreichs Ziel. Doch bisher ist nicht viel geschehen. Der NATURSCHUTZBUND hat jetzt deshalb viele Experten an einen Tisch geholt, um gemeinsam gegen den Artenverlust aktiv zu werden. Erste Ergebnisse liegen bereits vor.
Vertreter aller in der Natur Aktiven waren eingeladen, gemeinsam Schwerpunkte für den Artenschutz in nächster Zukunft zu erarbeiten. Zentraler Ansatzpunkt war, die Lebensräume der Arten zu erhalten und zu verbessern: Wald, Wasser, Berg, Siedlung und Agrarraum beherbergen den Großteil unserer Flora und Fauna. Für diese fünf Lebensräume hat der NATURSCHUTZBUND gemeinsam mit seinen Partnern nun den vordringlichsten Handlungsbedarf erarbeitet.
Für den Schutz der Lebensräume sind nach der Meinung der Experten folgende Maßnahmen dringend notwendig:
Die öffentliche Hand hat dabei die Möglichkeit, durch finanzielle Anreize sowie gesetzliche Vorgaben lenkend einzugreifen. Doch: „Oft widersprechen einander ge-etzliche Vorgaben oder politische Ziele und erschweren sinnvolle Schutzmaßnahmen. Ein Beispiel dafür sind Naturschutz-Förderungen für Bracheflächen und Förderungen für den Anbau von Energiepflanzen auf Brachen. Solche gegensätzlichen Maßnahmen müssen in Einklang gebracht werden," sagt Eberhard Stüber, Präsident des NATURSCHUTZBUNDes Österreich.
Basis für die Rettung der Artenvielfalt ist eine Stärkung des Bewusstseins über die Macht des eigenen Handelns. Denn es hilft nichts, Amphibienwanderstrecken zu betreuen, wenn die Laichgebiete zerstört werden. „Nur wer weiß, was passiert, wenn ein Dachboden hermetisch verschlossen wird und für die tierischen Bewohner nicht mehr zugänglich ist, wird nach Alternativen suchen. Alle müssen mithelfen, dann kann der dramatische Artenverlust gestoppt werden," so Stüber.
Weitere Informationen finden Sie auf
www.ueberleben.at
Rückfragehinweis :
Mag. Dagmar Breschar, Pressesprecherin des NATURSCHUTZBUNDes Österreich,
Tel. 0662 / 64 29 09 - 19, dagmar.breschar@naturschutzbund.at